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Psychoanalyse, tiefenpsychologisch fundierte Therapie, Verhaltenstherapie, Gesprächstherapie, autogenes Training, Prog. Muskelentspannung, Ergotherapie, kathatymes Bilderleben, Psychodrama, EMDR, Psychopharmakatherapie und die Logotherapie.

Psychoanalyse

Die Psychoanalyse geht davon aus, dass es neben dem uns bewussten Teil unserer Seele auch Teile gibt, die uns zwar nicht bewusst sind, aber dennoch Einfluss auf unser Handeln haben. Versucht wird hier an den Punkt der Entstehung zurück zu gehen. Es wird dabei davon ausgegangen, dass dabei innere Konflikte gelöst werden können. In verschiedenen Altersstufen werden erlebte Beziehungen zu Familienangehörigen oder anderen Personen in den Sitzungen neu erlebt und mit therapeutischer Unterstützung aufgearbeitet. Durch das Aufarbeiten der Situationen in den einzelnen Beziehungen werden Konflikte bewusst und können so gelöst werden. Diese Behandlung erfolgt drei bis fünf einstündigen Sitzungen pro Woche über mehrere Jahre.


Tiefenpsychologische Therapie

Gleichbedeutend mit der Tiefenpsychologie wird oft die Psychoanalyse gebraucht. Nun stellt sich die Frage, ob die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie und die Psychoanalyse das Gleiche sind? Dem ist nicht so, denn sie beziehen sich zwar beide auf einen gemeinsamen Hintergrund, jedoch unterschieden sie sich in Dauer, Form und Ziel der Behandlung. Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie dauert in der Regel ca. ½ bis 2 Jahre, mit einer Sitzung pro Woche. Das Ziel dieser Behandlung ist die Bearbeitung umschriebener Konflikte wie z. B. ist bei einer Depression häufig die Thematik Abgrenzung und Durchsetzung eigener Bedürfnisse.

Verhaltenstherapie

Das Ziel der Verhaltenstherapie ist es, neue Einstellungen und Verhaltensweisen zu erarbeiten, die ermöglichen eine bessere Lebensqualität zu erlangen. Je nach Störung 25 bis 45 Sitzungen. Auf Ursachen in der Kindheit wird auch geschaut, jedoch wird eher von einem lerngeschichtlichen Hintergrund ausgegangen. Formen der Verhaltenstherapie sind z. B. Paartherapie, Familientherapie, Gruppentherapie, Gemeindepsychologie (Die Gemeindepsychologie beschäftigt sich mit gesellschaftlichen Ungleichheiten durch Relation gesellschaftlich bzw. kulturell bestimmter Lebensbedingungen und Präventionen. Als Prävention bezeichnet man vorbeugende Maßnahmen, um ein unerwünschtes Ereignis oder eine unerwünschte Entwicklung zu vermeiden).

Gesprächstherapie

Es wird hierbei davon ausgegangen, dass eine seelische Störungen dadurch entstehen, dass bestimmte Gefühle nicht gefühlt werden dürfen und, dass bestimmte Erfahrungen mit bestimmten Gefühlen verbunden sind. Bei der Gesprächstherapie finden Einzelsitzungen statt, 40-80 Sitzungen je 50 Minuten. Hierbei soll dem Patienten ermöglicht werden seine Bedürfnisse zu erkennen. Um somit seine Lebensqualität zu verbessern. Der Patient soll Verantwortung übernehmen können und ein zufriedener und ausgeglichener Mensch werden.

Autogenes Training

Körperempfindungen werden dabei verbessert sowie eine wesentliche Harmonisierung körperlicher und seelischer Funktionen erreicht. Während des praktischen Trainings schweigt der Therapeut. Persönlichkeitsstabilisierung wird deutlich besser durch regelmäßige Anwendung und hilft Alltagsprobleme (oder auch Nervosität oder Schlafstörung) souveräner zu verarbeiten. Das Gute an dem autogenen Training:man kann diese als eine selbsttherapeutische Maßnahme einsetzen. Meist findet autogenes Training in kleinen Gruppen statt, selten im Einzelsetting. Die Dauer des Trainings beträgt 6-10 Wochen und findet 1-2x wöchentlich statt. Dieses Training ist in verschiedenen Komponenten aufgeteilt wie z. B. „Schwere" (der Arm ist schwer oder das Bein ist schwer), „Wärme" oder auch „Atemwahrnehmung". Im Sitzen oder ggf. im Liegen wird eine Übung 3-5 Minuten durchgeführt. Je nach Empfindung wird die Übung angepasst.

Progressive Muskelentspannung (PMR)
Diese Entspannungsmethode ist am weitesten unter der Vielzahl der Entspannungsmethoden verbreitet und am besten erforscht. Zu Hause können diese Übungen auch ausgeführt werden, meist aber in Gruppen. Auf der Basis der Anspannung bestimmter Muskelgruppen des Körpers beruht dieses Entspannungsverfahren. Es erfolgt nach jeder Muskelanspannung eine Entspannung der beanspruchten Muskeln, im Liegen oder auch im Sitzen. Notwendig ist, dass eine erfahrene Trainerin diese Übung anleitet. Durch diese Übungen ist im Alltag eine schneller Erholung möglich und durch regelmäßige Übung ist man in der Lage, Verspannungen gezielt zu beheben. Hierbei wird versucht zwischen Anspannung und körperlicher sowie geistiger Entspannung einen harmonischen Ausgleich zu schaffen. Dadurch soll die körperliche und seelische Belastbarkeit gesteigert werden. Die Dauer einer solchen Sitzung liegt bei 30 bis 60 Minuten.

Kathatymes Bilderleben

Bei dieser Therapieform steht die Arbeit mit tagtraumartigen, inneren Bildern, die durch die emotionale Gestimmtheit des Patienten erzeugt werden im Vordergrund. Es wird davon ausgegangen, dass unbewusste Gefühle und Konflikte durch Bilder und Vorstellungen, die während des Tages in unseren Gedanken ablaufen widergespiegelt werden. In sitzender oder liegender Position wird eine Sitzung durchgeführt. Für die Imagination schlägt der Therapeut ein Motiv wie z. B. einen Bach, eine Wiese etc. vor. Die innere Befindlichkeit wird auf diese Weise in sinnhafter, wahrnehmbarer Form dargestellt. Der Patient schildert dem Therapeuten all das, was er den Tag über beobachtet hat und welche Gefühle ihn dabei begleiteten. Dadurch kann der Therapeut unter anderem den Patienten bei der Konfrontation mit Konfliktmaterial unterstützen und ihn zu neuen Verhaltensweisen ermutigen. Für Erwachsene sowie für Kinder und Jugendliche ist dieses Verfahren geeignet und kann sowohl als Einzel- wie auch als Paar- oder Gruppentherapie angewandt werden.

Psychodrama

Psychodrama wird aus den Worten Seele (Psycho-) und Handlung (Drama) zusammengesetzt. Diese kreative Methode kann bei Arbeit mit Gruppen eingesetzt werden. Über Rollenhandeln werden hier innere und zwischenmenschliche Konflikte sowie konkrete Lösungen inszeniert.

Die folgenden Einträge folgen in Kürze!!! 

Ergotherapie

EMDR

Psychopharmakatherapie

Logotherapie