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Bewertungsprogramm

Bewertungsprogramm im Kopf gestartet

Heute ist es wieder so, es hat wie so oft jemand auf den „ON“ Knopf in meinem Kopf gedrückt und das Bewertungsprogramm gestartet.

Erst nur ganz schwach bemerke ich, wie die gerade erlebte Situation, das Programm langsam auf meiner Festplatte namens „Hirn“ in Gang setzt und den Lese- und Schreibarm in Bewegung setzt.

Wie war die Situation?
Es war ein Treffen auf dem Gang................................................................................ein Lächeln.
Es war ein Vorübergehen ..........................................................................................ein Lächeln.
Es war ein zusammenstoßen auf dem Weg aus der Küche..............................................ein Lächeln.

Immer wieder sind es diese kleinen Momente während der Arbeit, die mich zurück werfen.

Nächster Tag:

Es war ein Treffen auf dem Gang...................................................................nichts, keine Regung.
Es war ein vorübergehen..............................................................................nichts, keine Regung.
Es war ein zusammenstoßen auf dem Weg aus der Küche.................................nichts, keine Regung.

Das Programm läuft und kriecht wie ein Wurm durch alle, teilweise auch schon ausgelagerte Dateien auf meiner Festplatte. Fragen über Fragen, die mich den ganzen Tag nicht mehr loslassen, mich lähmen, mir Kraft rauben und auf die ich keine Antworten bekommen werde:

Die Auswertung schwankt zwischen – schwarz und weiß!

Der Wurm gräbt und gräbt sich immer tiefer in die Dateien und holt alles zurück aus dem Speicher, direkt, als schlecht eingestellte Einstellungen auf den Monitor. Den ganzen Tag denken, den ganzen Tag hin und her gerissen sein – zwischen den Extremen. Den ganzen Tag verzweifeltes bemühen eben nicht zu bewerten, so wie ich es immer wieder in der Achtsamkeitsgruppe gelernt habe.

Loslassen, sich ins „Hier und Jetzt“ zurückholen!

Also, versuche ich es mit Skills, versuche alles mich vom ständigen denken abzulenken. Aber auch das ist dann oft zum Scheitern verurteilt.
Gut ich bin auf der Arbeit, da kann zwar der Befehl gegeben werden:

Du bist schlecht, Du bist es nicht wert, Du bist schuld das er sich so verhält, er hasst Dich, mich kann man auch nicht gerne haben weil ich ....    Aber die Möglichkeit sich dem dann zu ergeben ist nicht gegeben also denke ich noch mehr, mit noch mehr Hintergrund mit noch tieferen Bewertungen mit noch extremeren Flashbacks...............

Ich laufe „heiß“ mein Netzteil steht kurz vor einem Totalausfall ich denke ich kann es nicht mehr aushalten hier, ich muss hier weg, ich muss hier raus, ich werde kündigen ...............................................

.... dann aber auf einmal:

Ein Treffen auf dem Gang .........................................................................................ein Lächeln.
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