Start Wieso, weshalb, warum? Warum ersetzt die Gruppe keine Therapie?
Warum ersetzt die Gruppe keine Therapie?

Die Gruppe Paradoxon besteht aus selbst betroffenen Mitgliedern, die sich regelmäßig treffen um sich gegenseitig zu unterstützen, Informationen auszutauschen und sich durch z.B. Achtsamkeitsübungen oder Diskussionen über diverse Themen immer wieder an das zu erinnern, was sie in der DBT Therapie gelernt haben.

Viele von den Mitgliedern haben derzeit noch keinen ambulanten Therapeuten gefunden, was meistens daran liegt, dass es nur wenige Therapeuten gibt, die diese Therapieform überhaupt anbieten. Teilweise kommt es auch zu erheblichen Wartezeiten bevor man einen Therapieplatz bekommt.

Für die Mitglieder der Gruppe ist es aus diesem Grunde sehr wichtig, eine Anlaufstelle zu haben, an die sie sich wenden können. Nichtsdestotrotz ist die Gruppe keine Therapie, da wir langfristig von keinem Therapeuten unterstützt werden. Die Treffen finden also ohne therapeutische Hilfe statt und können bei akuten Krisensituationen nur als Vermittler dienen, nicht aber als Fangnetz.

Die Mitglieder der Gruppe wären damit überfordert und würden unter Umständen selbst Schaden nehmen. Aus diesem Grunde haben wir ein Regelwerk, welches jedes Mitglied unterschreiben muss. Daraus geht hervor, dass eben auch gewisse Themen wie z.B. suizidale Gedanken oder auch Missbrauch nicht in der Gruppe besprochen werden dürfen um andere Mitglieder nicht zu triggern. Vielmehr sollte die Gruppe als positive Unterstützung dienen, Spaß am Austausch bieten und die Mitglieder von ihrem Alltag ablenken.

Wir können sicher in der einen oder anderen leichten Krise helfen, unsere Erfahrungen einbringen, Tipps z.B. für einen strukturierten Tagesablauf geben oder Vorschläge zur Ablenkung bieten, aber eine Therapie ersetzt die Gruppe nicht! Jedes Mitglied in der Gruppe hat seine eigene Geschichte und hat das Recht wichtig genommen zu werden und das kann eine Gruppe nicht immer leisten.