Start Wieso, weshalb, warum? Warum erstelle ich eine Verhaltensanalyse?
Warum erstelle ich eine Verhaltensanalyse?

Diese Frage lässt sich nicht ganz so leicht beantworten.

Immerhin birgt diese Analyse aus meiner Sicht auch die Gefahr in sich, nach dem Erstellen genau wieder dort zu landen, wo man vorher schon war.

Die Konfrontation mit der Selbstverletzung und die Gefühle von Scharm, Selbstzweifeln usw. machen einem die Sache an sich auch nicht leichter -trotzdem ist die Verhaltensanalyse ein wichtiger Punkt auf der Liste der Erkenntnis.

Wenn ich z.B. an meine eigene Situation denke, dann jagt mir alleine der Gedanke daran, dass ich mich nach einer Selbstverletzung 24 Stunden NICHT mit meinem Therapeuten in Verbindung setzen darf ein solch schlechtes Gefühl ein, dass ich nur noch sehr selten die Kontrolle über mich verliere. Ein sehr heilsamer Gedanke also! Allerdings habe ich die Möglichkeit des Telefon-Coatchings mit meinem Therapeuten, heißt im Klartext: ich kann ihn in einer Krisensituationen anrufen und mir von ihm helfen lassen, die Situation durch Skills oder andere Dinge z.B. stramm spazieren gehen usw. zu entspannen und von diesem einen Gedanke „ich muss mich jetzt verletzen“ abgelenkt zu werden.

Ja, ich habe das schon oft in Anspruch genommen und es hat bis jetzt auch jedes Mal funktioniert.
 
Nun gut, ist es dann aber doch mal wieder passiert und ihr habt die Kurve nicht mehr bekommen, keine Skills haben mehr etwas genutzt oder es gab keine Möglichkeit mehr zu reagieren, sondern nur noch zum agieren, dann ist es eben so!

Kein Mensch der Welt macht euch daraus einen Vorwurf. dass ihr die Kontrolle verloren habt!

Der Druck musste raus und es gab kein Zurück mehr auf ein Level an dem es noch möglich gewesen wäre „STOP“ zu sagen; jetzt seid ihr müde und erschöpft!

Einen richtigen Zeitpunkt die Analyse zu schreiben gibt es nicht, also warum nicht jetzt???
Warum es auf die lange Bank schieben was sowieso unausweichlich ist?

Wichtig ist, dass ihr ehrlich zu euch selbst seid, denn Papier kann ja sehr geduldig sein. Aber es gibt nichts zu beschönigen an der auslösenden Situation!

Ich gebe nur den Tipp die Analyse erst mal ein paar Tage an die Seite zu legen und sie dann mit Abstand noch einmal zu lesen!

Vielleicht bemerkt ihr so wie ich, dass es meistens immer wieder die gleichen Dinge sind, die mich mit meiner Anspannung dahin bringen, wo ich nicht will!

An die Borderline!