Start Wieso, weshalb, warum? Warum ist es wichtig Diarycards und Anspannungskurven konsequent zu erstellen?
Anspannungskurven und Diarycards
Warum ist es so wichtig Anspannungskurven und Diarycards konsequent zu führen, selbst wenn man derzeit nicht in einer ambulanten Therapie ist?

Jeder Borderliner, der bisher eine DBT-Therapie gemacht hat, kennt diese „lästige“ Pflicht!

Der Tag wird begleitet mit dem Wissen sich irgendwann noch hinzusetzen und Anspannungskurve und Diarycard auszufüllen.
Es gehört schon eine Menge Disziplin dazu das auch wirklich jeden Tag fortzuführen, selbst wenn keiner in der nächsten Zeit diese Kurven kontrolliert.

Trotzdem ist es meiner Ansicht nach keine gute Idee genau das nicht mehr zu tun, sobald kein Therapeut mehr in Sichtweite ist.

Jede noch so kleine Anspannung, jede noch so unwichtig erscheinende Situation sollte ohne Wenn und Aber dokumentiert werden.

Vielleicht steckt ihr gerade in einer krisenreichen Phase oder habt aus Gründen, die ihr selbst nur schwer einschätzen könnt öfter eine hohe Anspannung, vermehrte Schweißbildung, Herzrasen oder andere Symptome, die darauf schließen lassen, dass irgendetwas euch unter Druck setzt. Mit Hilfe der Kurven und Cards lassen sich diese Situationen viel besser nachvollziehen und manchmal bemerkt man erst später, welcher noch so kleine Anlass dafür der Auslöser war.

Ist es nicht viel besser später zu wissen, warum man sich „paradox“ verhalten hat, anstatt sich stundenlang darüber Gedanken machen zu müssen?

Warum lasst ihr die Kurven und Cards nicht einfach von einer nahestehenden Person kontrollieren? Konsequenz für nicht geführte Kurven könnte zum Beispiel eine Einladung zum Eis für die Person sein, die euch kontrolliert.

Mir selbst hilft es immer wieder sehr nach einer überstandenen, schwierigen Situation, die Kurven näher anzusehen und für mich persönlich nachvollziehen zu können, was meine Anspannung an dem Tag steigen ließ. Gerade dann kann man nach dem Ausschlussprinzip handeln und versuchen, diesen Dingen aus dem Weg zu gehen oder es sich als nächstes Wochenziel zu setzen, kontrollierter an gewisse Situationen heranzugehen oder erst gar nicht zuzulassen, in eine Solche zu kommen!

Gut, ich werde dabei ja immer noch von meinem Therapeuten kontrolliert und wir sprechen über die diversen Auslöser, aber auch ohne therapeutische Betreuung sollte man diese Art der Dokumentation als eine Art „Tagebuch“ betrachten und sich daran halten.

Um euch die Möglichkeit zu erleichtern bieten wir euch hier die
Anspannungskurven und Diarycards zum Download an.