Wir über uns

Eine Gruppe stellt sich vor!

Die Gruppe „Paradoxon“ hat ihren Ursprung in der Borderline Erkrankung.

Der Gruppenname „Paradoxon“ kann sehr unterschiedlich interpretiert werden, für uns bedeutet er das sich eigentlich ausschließende Verhalten von Nähe und Distanz. Alle Mitglieder dieser Gruppe sind von der Erkrankung betroffen und die meisten haben Therapieerfahrung mit der „dialektisch-behavioralen Therpaie“ nach M. Linham.
Auch ich bin eine Betroffene und habe mit Unterstützung meines Therapeuten diese Gruppe gegründet.
Natürlich gibt es sehr viele Informationen über Borderline im Internet und natürlich kann auch ich gemeinsam mit der Gruppe das Rad nicht neu erfinden, aber vielleicht gelingt es uns trotzdem mit dieser Seite einige Vorurteile gegen die „Borderline“ Erkrankung aus dem Weg zu räumen und klarer zu machen, dass wir nicht nur Menschen sind, die Ihre Emotionen ausagieren oder durch tiefe Täler wandern müssen um auf dem eigentlich so nahe liegenden Berg das Gipfelkreuz zu erreichen, sondern nicht zuletzt Menschen mit sehr vielen positiven Eigenschaften sind. 
Viele Verhaltensweisen, die aus unserer Erkrankung resultieren, werden von der Unwissenheit und Unsicherheit der Menschen, die mit uns in Verbindung stehen, falsch verstanden und dementsprechend auch falsch interpretiert.
Zu wenige Menschen machen sich wirklich die Mühe mehr darüber zu erfahren, warum wir auf der emotionalen Ebene so „anders“ sind und was dafür der Ursprung ist.

In der heutigen, so schnelllebigen Zeit, fallen wir durchs Raster, weil es unter Umständen sehr anstregend sein kann uns zu verstehen. Jeder Mensch, der sich wirklich mit dem Thema auseinander setzen will, um zu verstehen, was den Unterschied zwischen einem „normalen“ und einem „paradoxen“ Menschen macht, der ist hier auf unserer Seite genau richtig.

 

 Annett Louison „Das Gefühl“


wieder schleicht es sich von hinten an
und es fragt mich ob es helfen kann
es umschmeichelt mich mit Plüsch und Samt und sagt „schau dich mal an“
das Gefühl ist aus der Kiste raus
und es sieht wieder so blendend aus
und das Leben wird zum Warenhaus ich behalt es gleich an

Ewigkeiten kommen und gehen
hab sie mehr als einmal anprobiert

hier zu eng, da zu streng
irgendwo kneift es mich
zu skurril, nicht mein Stil
das Gefühl steht mir nicht
ich schau mich nur um
schau mich nur mal um

es beschleicht mich wieder das Gefühl
fragt mich leise was ich wirklich will
und dann schickt es mich in den April und sagt "ha’m wir nicht da!"
das Gefühl ist wie der letze Schrei
kaum verschwindet es und geht vorbei
dann verlacht man es und denkt dabei "ach wie dumm ich doch war"

Ewigkeiten kommen und gehen
hab sie mehr als einmal anprobiert

hier zu eng, da zu streng
irgendwo kneift es mich
zu skurril, nicht mein Stil
das Gefühl steht mir nicht
ich schau mich nur um
schau mich nur mal um


das Gefühl ist aus der Kiste raus
und es zieht mir schon die Schuhe aus
doch das Leben ist kein Warenhaus denn es nimmt nichts zurück...

Ewigkeiten kommen und gehen
hab sie mehr als einmal anprobiert

hier zu eng, da zu streng
irgendwo kneift es mich
zu skurril, nicht mein Stil
das Gefühl steht mir nicht
ich schau mich nur um
schau mich nur mal um