Start Reha-Tagebuch 18.11.2008 letzter Arbeitstag
18.11.2008 letzter Arbeitstag
Reha-Tagebuch

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heute ist mein letzter Arbeitstag und ich brauche nur noch bis 13:15 Uhr zu arbeiten.

Schon heute morgen als ich aufgestanden bin, habe ich gemerkt wie hoch meine Anspannung ist. Meine Antennen stehen derart auf Empfang, das selbst E.T. neidisch wäre.

Immer wieder die selber Frage: Soll ich mich verabschieden, oder soll ich es lassen?

 

Was mein Therapeut mir morgen dazu sagen wird, weiß ich sowieso, er wird mir sagen das es für mich nicht wichtig ist und das ich versuchen soll mich von dem Gedanken abzulenken.....

Sicher leichter gesagt als getan.

Warum wäre es mir so wichtig??

Er sieht aus wie mein Freund der tot ist, er hat die selbe ruhige Art wie mein Freund der tot ist, vieles an ihm erinnert mich sehr an meinen Freund der tot ist, auch von ihm konnte ich mich nicht mehr verabschieden.

Er war einfach auf einmal nicht mehr da und ich gebe mir die Schuld daran.
Ich glaube das alleine macht es so schwer ihn aus meinem Leben zu streichen.

Woher soll man wissen, dass man sich wiedersieht?
Man kann es nicht wissen und zu fahren ohne sich zu verabschieden gibt mir ein sehr schlechtes Gefühl und macht mir sehr starken Druck. Es kann in drei Monaten soviel passieren und dann hätte ich wieder diese starken, mir lange nicht bewussten Gefühle der Leere, Schuld und nicht Richtig sein.

Immer sind es diese Gefühle die mich überrollen, so auch heute.

Ich bin nicht richtig, ich bin schuld, das die Situation so ist wie sie ist, ich habe das alles verursacht und kann es nicht mehr gut machen.

Aber wenigstens ein „Auf Wiedersehen“ oder ein „Alles Gute“???

Ich werde noch mal drüber nachdenken, wie die letzten Tage.....................................